Hand aufs Herz: Habt ihr euch gewundert, warum es in letzter Zeit etwas ruhiger um meine Livestreams geworden ist? Der Grund steht in meinem Hobbyzimmer und ist fast 1,60 Meter hoch.
Es geht um meinen MAME-Automaten. Das gute Stück begleitet mich jetzt schon seit über 13 Jahren. Und so sehr ich das Teil liebe, so sehr habe ich eine Sache über ein Jahrzehnt lang vor mir hergeschoben: Das System einmal richtig so aufzusetzen, wie ich es mir immer vorgestellt habe.
Der „Naomi-Schubs“
Manchmal braucht man einen guten Kumpel, der einen ungewollt anstachelt. In diesem Fall war es Dennis (CVG Wario). Als er sich seinen Sega Naomi Automaten zulegte, flammte bei mir dieses „Das will ich auch – nur an meinem Gerät“-Gefühl wieder auf. Mein Automat war technisch gesehen eher eine Dauerbaustelle, bei der ich oft die Lust am Schrauben verloren hatte.
Wenn Details den Unterschied machen
Vielleicht kennt ihr das: Ein Spiel wie Arkanoid startet zwar, aber im Original wird es mit einem Spinner gesteuert. An meinem Automaten muss ich den Joystick nutzen. Ohne das richtige „Fine-Tuning“ der digitalen Signale, um die analogen Bewegungen zu simulieren, ist das unspielbar.
Oder nehmt vertikale Klassiker wie Raiden: Auf einer horizontalen Bildröhre sind sie eigentlich zu „lang“. Da meine physische Bildumrahmung (das Bezel) Teile des Screens verdeckte, musste ich die Anzeige erst mühsam stauchen und anpassen, damit alles sichtbar bleibt.
Und dann ist da noch die Optik: Ich wusste bis vor Kurzem gar nicht, wie man in MAME vernünftige Bildschirm-Filter setzt! Jetzt habe ich endlich Scanlines und Co. am Start, die dem Ganzen erst den echten Retro-Look verleihen. Das sind nur zwei Beispiele von unzähligen Baustellen.
Vom Fast-Abbruch zum Durchbruch
Der Tiefpunkt kam vor ein paar Wochen: Totalausfall der Controller. Ich war kurz davor, alles hinzuschmeißen, das Motherboard rauszureißen und einfach einen Raspberry Pi 3 reinzuwerfen, nur damit irgendwie Ruhe ist. Aber irgendwie wollte ich doch den Rechner da drin weiter nutzen, grundsätzlich läuft er ja.
Doch dann kam die Wende. Ich habe mir Hilfe geholt – und zwar auf eine Weise, die vielleicht nicht jedem „Puristen“ unter euch schmeckt: Ich habe KI als meinen digitalen Beifahrer genutzt.
Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz habe ich mich durch den jahrelangen „Software-Dschungel“ des Automaten gewühlt. Probleme, die mich früher Stunden an Recherche in alten Foren gekostet hätten, konnten wir so Stück für Stück lösen. Es war, als hätte ich einen Experten neben mir sitzen, der mir hilft, die alten Konfigurationen endlich zu bändigen.
Was wird gerade gemacht?
Ich bin noch nicht ganz am Ziel, aber der Fortschritt ist riesig:
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HyperSpin-Optimization: Das „Rad“ (Wheel) bekommt endlich die Liebe, die es verdient.
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Video-Kur: Ich lade massenweise Gameplay Videos für die Spielauswahl herunter und wandle sie passend um, damit das Frontend flüssig und scharf aussieht.
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Sound-Check: Manche Spiele brüllen einen an, andere flüstern – hier bin ich gerade dabei, die Lautstärken anzugleichen.
Wann geht es weiter?
Sobald das System so läuft, wie ich es mir 2013 (oder früher!) schon erträumt habe, habe ich auch wieder den Kopf frei für die Streams. Dann vielleicht sogar mit frischen Einblicken direkt vom Automaten!
Danke für eure Geduld – wir sehen uns bald wieder im Stream!
Euer Apprentice von Classic Videogames

