To Be on Top (1992)
Auf diesem Kunstwerk finden sich erneut zahlreiche überarbeitete Songs aus Amiga- und C64-Spielen. Chris Hülsbeck benannte das Album nach seinem C64-Spiel „To Be on Top“, das er selbst programmierte und vollständig mit seiner Musik vertonte.
Battle Isle – erstaunlich nah am Amiga
Besonders hervorheben möchte ich hier den Titel „Battle Isle“, der mir bereits in der Amiga-Fassung sehr ans Herz gewachsen war. Umso überraschter war ich, als ich diese Studioversion erstmals auf CD hörte. Qualitativ bestand gar kein so großer Unterschied zur Amiga-Version, obwohl diese die Musik natürlich aus einer Datei auf einer Diskette abspielte. Hier wurde mir erst richtig bewusst, wozu der Amiga fähig war, ohne dass man dafür teure Hardware dazukaufen musste.
Neue Stilrichtungen und musikalische Gäste
Insgesamt ist dies ebenfalls ein sehr gelungenes zweites Hülsbeck-Album, das wie sein erstes Album „Shades“ einige neue Stilrichtungen ausprobiert. Dieses Mal entstanden die Tracks 3, 5, 7, 10 und 15 in Zusammenarbeit mit Doug Laurent – Pseudo D., damals ebenfalls für Culture Beat verantwortlich. Dafür lud Chris verschiedene Künstler in sein Studio ein.
Der Track „Good Times“ wurde von der Rapperin Gail Duncan performt. Die Stücke „Final Frontier“ und „How Do Ya Feel“ nahm Hülsbeck mit dem Sänger Freestyle Fanatic auf. „Love X 2“ wurde von Kevin Duval eingesungen. „Zero Gravity“ entstand in Zusammenarbeit mit Jörg Schwietzer.
Challenge, Atlantis und Final Frontier
Track 1, „Challenge“ ↗, ist ein Studio-Remix aus dem Amiga-Spiel „Carl Lewis Challenge“, einem Sportspiel, das in Konkurrenz zu Summer Games trat. Die Softwareschmiede Psygnosis beauftragte Chris damit, den Titelsong zu diesem Spiel zu komponieren.
Sehr atmosphärisch und dicht ausgearbeitet sind die Stücke „Atlantis“ und „Final Frontier“. Sie hätten durchaus in Filmen Verwendung finden können.
„To Be on Top“ ist auch als digitales Album erhältlich.
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